1. Monat

Sophie unterrichtet bereit ihre eigene Klasse und bringt den Kleinstes das Schreiben bei.

Am ersten August sind wir, das heißt Sophie und ich, aufgebrochen, um in der Evergreen Community nahe StungTreng tätig zu sein. Für mich wird das Abenteuer ein Jahr dauern, für Sophie zehn Monate.
Die Reise begann in Wien, von wo aus wir über Doha und Bangkok nach Phnom Penh flogen. Nach etwa einem Tag landeten wir in der Hauptstadt Kambodschas, wo wir eine Nacht blieben, um tags darauf die siebenstündige Fahrt nach StungTreng anzutreten. Und so kamen wir dann am dritten August in der Evergreen Community an, wurden von Projektdirektor Long Lypo empfangen und bezogen das Volontärhaus – unser neues Zuhause!
Auch wenn es kaum zu glauben ist, ist der erste Monat unseres Einsatzes bereits vergangen. Die Zeit verging bisher wie im Flug und war gefüllt mit vielen neuen und interessanten Eindrücken. Wir konnten uns bereits gut einleben und an die neuen Umstände gewöhnen. Es war spannend, sich in der neuen Heimat, fernab vom vertrauten Österreich, zurechtzufinden. Aber inzwischen finden wir uns beispielsweise am Markt gut zu recht, wissen, wo es was zu kaufen gibt und haben auch schon die Basics der Landessprache erlernt und können etwas zu Essen bestellen, einkaufen und den Preis verhandeln. Also man kann wohl sagen, wir sind angekommen und die „Fremde“ wird von Tag zu Tag weniger fremd.
Die schönsten Eindrücke, die wir sammeln konnten, sind wohl die vielen lachenden Kinder, die täglich in der Evergreen Community den Englischunterricht besuchen. Wir haben die Schüler sofort ins Herz geschlossen. Sophie hat bereits eine eigene Klasse übernommen, während ich einen anderen Lehrer unterstütze, bis ich meine Arbeit am HopefullWater Project aufnehme.

Die Kinder haben sichtlich Spaß dabei, in den Pausen und vor oder nach dem Unterricht mit uns zu spielen!

Zurzeit herrscht in Kambodscha Monsunzeit, das bedeutet beinahe tägliche starke Niederschläge, eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die einem vorallem in Kombination mit den hohen Temperaturen etwas zu schaffen machen kann. Außerdem kommt es auch manchmal zu heftigen Stürmen, die Häuser beschädigen, Bäume entwurzeln und zu Überschwemmungen führen. Dennoch ist die Regenzeit sehr wichtig, da während dieser sechs Monate Wasserreservoirs angefüllt werden, welche das Überleben vieler Menschen während der Trockenzeit sichern.

Ab Ende September sollen die Niederschläge nachlassen und ab Oktober die Trockenzeit beginnen.

Dieses Bild sollte eigentlich die Wiese vor unserem Haus zeige. Die Betonung liegt hierbei auf sollte. Bei stakem Regen kann es schon mal zu einer Überschwemmung kommen.

Morgen heißt es für Sophie und mich früh aufzustehen, da wir uns um 4 Uhr auf den Weg nach Phnom Penh machen, um Verena, die dritte Volontärin in unserem Team, vom Flughafen abzuholen.

Liebe Grüße aus der Ferne,

Max

 

Childrenplanet 2014